DER FRIEDVOLLE KRIEGER

Viele Menschen spüren heute, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der Alltag wird immer schneller, die Anforderungen von außen wachsen – und oft sind es die eigenen Ansprüche an uns selbst, die am lautesten werden. Zwischen Terminen, Verpflichtungen und ständiger Erreichbarkeit verlieren wir leicht den Kontakt zu dem Ort, an dem das Leben wirklich stattfindet: im gegenwärtigen Moment.

Folgende Szene im Buch und Film Der Pfad des friedvollen Kriegers hat mich vor einigen Jahren beim Lesen und Sehen sehr berührt:

Wo bist du? – Hier.
Wie spät ist es? – Jetzt.
Wer bist du? – Dieser Moment.

Diese wenigen Worte tragen eine tiefe Wahrheit in sich. Doch im Alltag fällt es uns oft schwer, genau dort zu sein – im Hier und Jetzt.

Fasten war für mich der Schlüssel, wieder in diesen Moment zurückzufinden.
Als ich das erste Mal an einer Fastengruppe teilnahm, erlebte ich etwas, das ich kaum erwartet hätte: Mit jedem Tag wurde es stiller in mir. Gewohnheiten, Automatismen und der ständige Strom an äußeren Reizen verloren an Bedeutung. Stattdessen entstand Raum für Wahrnehmung und Klarheit.

In dieser Zeit spürte ich etwas in mir, das ich heute gern meinen „friedvollen Krieger“ nenne.
Eine innere Kraft, die nicht kämpft, sondern einfach nur wach ist. Die aufmerksam aufpasst, liebevoll führt und mir die Stärke gegeben hat, wichtige Entscheidungen in meinem Leben zu treffen. Fasten hat mir geholfen, Ballast loszulassen – körperlich und innerlich.

Während der Körper beginnt, sich zu reinigen und zu regenerieren, werden Prozesse aktiviert, die wir heute auch wissenschaftlich besser verstehen: Autophagie, Entgiftung und Zellregeneration unterstützen den Organismus dabei, Altes abzubauen und Neues entstehen zu lassen.

Doch Fasten wirkt nicht nur im Körper. Oft ordnen sich auch Gedanken, Emotionen werden ruhiger und das eigene innere Erleben wird wieder deutlicher wahrnehmbar.

Diese Erfahrung hat in mir den Wunsch geweckt, auch andere Menschen auf diesem Weg zu begleiten.
Mit meiner Ausbildung zur Fastenleiterin bei der dfa (Deutsche Fastenakademie) habe ich das fachliche Fundament geschaffen, um Fastengruppen verantwortungsvoll und sicher zu begleiten. Die Programme orientieren sich unter anderem an den Leitlinien des Heilfastens nach Buchinger sowie am präventiven Fasten nach Lützner.

dfa-Leitlinien (ausklappen)

Doch meine Begleitung besteht nicht nur aus Theorie und Struktur:
Ein wichtiger Teil meines Weges ist auch meine langjährige Karate-Praxis bis hin zum schwarzen Gürtel. In dieser Zeit habe ich nicht nur körperliche Disziplin gelernt, sondern vor allem die Auseinandersetzung mit dem eigenen Inneren. Im Karate begegnet man sich selbst – seinen Grenzen, seinen Stärken und seinem Bewusstsein. In gewisser Weise ist auch das der Weg des friedvollen Kriegers.

All diese Erfahrungen – meine persönliche Fastengeschichte, meine Ausbildungen und meine Interessen – fließen heute in meine Arbeit ein. Sie ermöglichen mir, Menschen achtsam, strukturiert und ehrlich durch ihre Fastenzeit zu begleiten.


Wenn Du fastest, entsteht auch bei Dir Raum -> Raum für Fragen … Raum für Wahrnehmung … Raum für Dich selbst.

In meinen Fastenangeboten wirst Du begleitet, getragen und geführt. Du hast die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und Dich in dieser besonderen Zeit sicher zu fühlen.

Klarheit bedeutet dabei nicht nur, dass Du eine klare und strukturierte Begleitung erhältst.
Klarheit kann auch in Dir selbst entstehen:

  • Klarheit im Kopf
  • Klarheit über Gewohnheiten und Bedürfnisse
  • Klarheit darüber, was Dir wirklich wichtig ist

Wenn ein Teil dieser Klarheit auch nach dem Fasten bleibt, beginnt etwas Neues.

Du wirst sensibler für den Moment.
Du wirst achtsamer mit Dir selbst.
Und vielleicht spürst Du ihn auch – Deinen eigenen friedvollen Krieger.

Den Teil in Dir, der wach ist.
Der nicht einfach funktioniert wie eine Maschine.
Der den Augenblick wahrnimmt und das Leben bewusst erlebt.

Vielleicht beginnt genau dort Deine Freiheit.